FAQs - die häufigsten Fragen
Wann macht eine osteopathische Behandlung Sinn, wann nicht?
Eine osteopathische Behandlung macht Sinn wenn Einschränkungen und Auffälligkeiten im Bewegungsablauf (z.B. Taktunreinheiten, häufiges Stolpern, Stellung/Biegung einseitig schlechter, Koordinationsprobleme, falsches Anspringen im Galopp, etc.) auftreten. Wenn ein plötzlicher Abfall der Leistung bemerkt wird oder bei Rittigkeitsproblemen. Auch nach einer längeren Verletzungpause vor dem Antrainieren, bzw. auch als regelmäßige Überprüfung des muskulären Zustandes und des Bewegungsapparates deines Pferdes empfiehlt sich eine osteopathische Behandlung um das Wohlbefinden deines Pferdes sicherzustellen.
Bei offenen Wunden, Fieber & Infektionen, starken Lahmheiten (nicht tierärztlich abgeklärt), Koliksymptomen etc. sollte immer zuerst ein Tierarzt konsultiert werden, denn eine osteopathische Behandlung ersetzt nicht die tierärtzliche Diagnose und Versorgung.
Wie sieht der osteopathische Behandlungsablauf aus?
Für eine osteopathische Behandlung sollte dein Pferd trocken und sauber sein, aber vorher nicht bewegt/geritten werden, da sich Bewegungseinschränkungen, muskuläre Verspannungen etc. am besten im kalten Zustand zeigen. Dein Pferd sollte keine Schmerzmittel erhalten. Ein ruhiger und trockener Ort ist der Behandlung zuträglich.
Zuerst wird ein Anamnesegespräch stattfinden. Hier kannst Du mir von aktuellen - oder auch früheren- Problemen und gegebenenfalls tierärztlichen Diagnosen berichten. Danach erfolgt die Ganganalyse auf hartem und weichen Boden (wenn möglich) und falls gewünscht auch unter dem Reiter mit Überprüfung der Ausrüstung. Anschliessend findet die Befundung der Gelenke und des Bewegungsapparates mit der Behandlung statt. Den Ablauf und das Tempo gibt dein Pferd vor und ich gehe auf die Bedürfnisse jedes Pferdes individuell ein.
Zu Guter letzt wird ein Abschlussgespräch geführt, hierbei können wir auch die Optimierung des Trainings deines Pferdes besprechen.
Dauer der Behandlung liegt zw. 90 und 120 Minuten.
Nach der Behandlung empfiehlt sich eine Pause von 2-3 Tagen für dein Pferd - jedoch sollte dein Pferd die Möglichkeit haben sich frei zu bewegen.
Blutegeltherapie - was muss ich wissen
Seit Januar 2022 ist das Ansetzen von Blutegeln durch das Tierarzneimittelgesetz (TAMG) eingeschränkt worden. Das bedeutet, dass ich eine Blutegeltherapie ausschliesslich nur nach schriftlicher tierärztlicher Verodnung durchführen darf. Die tierärztliche Verordnung muss die Diagnose, Anzahl der Egel und wo diese angesetzt werden sollen enthalten, gegebenenfalls auch wie oft eine Behandlung durchgeführt werden soll.
Dein Pferd sollte keine Blutverdünnenden Medikamente erhalten oder an einer Anämie leiden.
Die Kosten der Blutegel (inklusive Versand) trägt der Besitzer des Pferdes. Die Behandlungskosten (siehe Preise) fallen zusätzlich an. Gerne helfe ich Dir beim Bestellen der Egel.
Es ist zu beachten, dass Blutegel sensible Tiere sind - so spielen u.a. Temperatur und Wind eine Rolle - und das Ansetzen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem beissen die Egel nicht, wenn zuvor Fliegenspray, Öle, Cremes oder andere Produkte aufgetragen wurden - auch die Fütterung von Teufelskralle, Ingwer, Kurkuma etc. hält die Egel vom beissen ab und sollte nach Möglichkeit einige Tage vor der geplanten Behandlung abgesetzt werden. Das Beissen kann nicht garantiert werden. Die Egel lassen sich von alleine abfallen und sollten auf keinen Fall mit Gewalt entfernt werden.
Dauer der Behandlung: Abhängig davon vie schnell die Egel beissen und wie lange sie saugen - erfahrungsgemäß aber mindestens eine Stunde.
Nach der Behandlung kommt es mehrere Stunden zu Nachblutungen an der behandelten Stelle. Dies sieht schlimmer aus als es ist, sollte nicht abgewaschen werden und die Nachblutung ist ausdrücklich so gewünscht!
Wie läuft eine Akupunkturbehandlung nach TCVM ab?
TCVM und Akupunktur sind ein ganzheitlicher Behandlungsansatz der sich auf Ursachenforschung fokusiert und keine reine Symptombehandlung ist. Deswegen findet zuerst ein ausführliches Anamnesegespräch statt, dann wird eine Befundung nach TCVM (u.a. Puls- und Zungen-Befundung) durchgeführt um die Disharmonie-Muster im Körper deines Pferdes zu lokalisieren. Anschliessend wird dein Pferd entsprechend der Disharmoniemunster akupunktiert.
Dauer der Behandlung sind ca 60 Minuten.
Zum Schluss findet ein Abschlussgespräch statt und wenn nötig und gewünscht, kann noch mit Kräuterheilkunde nach TCVM unterstützt werden.
Kann die osteopathische Behandlung mit TCVM/Akupunktur kombiniert werden?
Ja, absolut!
Kombination von Osteopathie und Akupunktur nach TCVM ist ein ganzheitlicher Ansatz und resultiert in einer tiefen und nachhaltigen Behandlung. Es werden sowohl strukturelle Spannungen manuell (Osteopathie) gelöst, als auch energetische Störungen die den Energiefluss (Qi) regulieren (Akupunktur) behandelt. Die TCVM bietet eine weitere Möglichkeit um energetische Wurzeln von Schmerzen zu lokalisieren. Bei chronischen Schmerzen, funktionellen Organbeschwerden und komplexen Beschwerden ist die Kombination besonders wirksam, da die Selbstheilungskräfte durch einen umfassenden Behandlungsansatz aktiviert werden.
